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Die Lehrwerkstatt bei Schaeffler in Herzogenaurach um 1960.

Die Lehrwerkstatt bei Schaeffler in Herzogenaurach um 1960.

 
Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann hält stets engen Kontakt zu den Auszubildenden, wie hier bei der Begrüßung der neuen Azubis im Jahr 2013.

Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann hält stets engen Kontakt zu den Auszubildenden, wie hier bei der Begrüßung der neuen Azubis im Jahr 2013.

 
Verantwortlich für die Ausbildung in Herzogenaurach ist seit 2016 Simone Christine Baumann.

Verantwortlich für die Ausbildung in Herzogenaurach ist seit 2016 Simone Christine Baumann.

 
Paul Seren verantwortet die Ausbildung bei Schaeffler in Deutschland.

Paul Seren verantwortet die Ausbildung bei Schaeffler in Deutschland.

 
In den 1970er Jahren arbeitete der Technische Zeichner noch am Zeichenbrett.

In den 1970er Jahren arbeitete der Technische Zeichner noch am Zeichenbrett.

 
Heute setzt der Technische Produktdesigner die Vorgaben des Konstrukteurs am Computer um und erstellt unter anderem 3D-CAD-Modelle.

Heute setzt der Technische Produktdesigner die Vorgaben des Konstrukteurs am Computer um und erstellt unter anderem 3D-CAD-Modelle.

 
KONTAKT

Thorsten Möllmann
Leiter Unternehmenskommunikation
Schaeffler AG
Herzogenaurach

Tel.  +49  9132 82-5000
presse@schaeffler.com

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2017-08-23 | Herzogenaurach

70 Jahre Ausbildung

Ausbildung bei Schaeffler mit besten Zukunftschancen


Nach der Gründung von Schaeffler in Herzogenaurach im Jahr 1946 begannen bei der noch jungen Industrie GmbH 1947 bereits die ersten Lehrlinge. In sieben Jahrzehnten hat sich die Ausbildung stark gewandelt.

Die beste Möglichkeit, qualifizierte Fachkräfte für das Unternehmen zu gewinnen, ist die eigene betriebliche Ausbildung. Das erkannten bereits 1947 die Firmengründer Dr.-Ing. E.h. Georg Schaeffler und Dr. Wilhelm Schaeffler und begannen in ihrem jungen Unternehmen die ersten Lehrlinge auszubilden.

Das geschah zu Anfang noch unter sehr improvisierten Bedingungen. Ganze sieben Maschinen standen in der etwa 60 Quadratmeter großen „Lehrecke“. Von den acht Lehrlingen, die um die Jahreswende 1949/1950 in Herzogenaurach die ersten Nadelkäfige fertigten, waren bis Mitte der 1990er Jahre noch vier im Unternehmen tätig.

1960 konnten die Lehrlinge in die neu eingerichtete Lehrwerkstatt umziehen, das „Herzstück“ der Ausbildung bei Schaeffler in Herzogenaurach. Diese war mit der damals neuesten Technik ausgestattet – vom Schraubstock über eine eigene Werkzeugausgabe bis zur hochwertigsten Universal-Fräsmaschine. Die Lehrwerkstatt bot Raum für 100 gewerbliche Lehrlinge, die einen Metallberuf wie Mechaniker oder Werkzeugmacher erlernten. Auch Büro- und Industriekaufleute wurden in den 1960er Jahren schon ausgebildet. 1995 zog die Lehrwerkstatt in technisch hochmodern ausgestattete und noch großzügigere Räumlichkeiten auf rund 5.000 Quadratmetern. Heute ist das Ausbildungszentrum mit inzwischen 450 Ausbildungsplätzen für gewerblich-technische und kaufmännische Berufe sowie diverse Studiengänge der größte Ausbildungsstandort in der Schaeffler Gruppe und gehört zu den größten in Nordbayern.

Verantwortlich für die Ausbildung am Standort Herzogenaurach ist seit 2016 Simone Christine Baumann. Sie folgte auf Bernhard Schwab, der auf eine 50-jährige Firmenzugehörigkeit bei Schaeffler zurückblicken kann und nun im Vorruhestand ist. Er hat die Ausbildung in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich geprägt. Einer der ersten Ausbildungsleiter in Herzogenaurach war Heinrich Augst.

Starke Verbundenheit
Gesellschafterin Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann fühlt sich mit den Auszubildenden stark verbunden und begrüßt regelmäßig die Neuankömmlinge am Stammsitz in Herzogenaurach persönlich. „Bei Schaeffler wissen wir, dass wir unsere Ziele dauerhaft nur mit engagierten, gut ausgebildeten und weltoffenen Mitarbeitern erreichen können“, betonte sie bei der Begrüßung im Jahr 2016. „Vor allem benötigen wir Fachkräfte, die sich mit dem Unternehmen, seinen Produkten und seinen Zielen identifizieren, die mitdenken und komplizierte technische Systeme verstehen – und die sich frühzeitig auf kundenorientiertes Handeln einstellen. Unsere Ausbildung hat einen exzellenten Ruf, ebenso wie unsere Auszubildenden, die oft als Jahrgangsbeste ihren Abschluss machen. Das ist heute noch genauso wie früher.“

Ausbildung der Zukunft
„Den Lehrlingen schenken wir unsere größte Aufmerksamkeit, denn sie sind der junge Stamm, der unter unserer Obhut nachwächst und dem Werk von morgen Gesicht und Inhalt verleihen wird“, war in der Mitarbeiterzeitung von 1961 anlässlich des 15-jährigen Bestehens von Schaeffler zu lesen. Dies gilt auch heute noch.

Heute ist die Welt digital und vernetzt – auch die Arbeitswelt. Die digitale Transformation von Produkten und Dienstleistungen wird die aktuellen Berufsbilder verändern. „Besonders fachübergreifende Kompetenzen wie die Fähigkeit, sich zu vernetzen, interdisziplinär zusammenzuarbeiten oder offen für Veränderung zu sein werden auf allen Qualifizierungsebenen verstärkt gefordert sein“, sagt Paul Seren, verantwortlich für die Ausbildung in Deutschland. Ein aktuelles Projekt, an dem Auszubildende deutschlandweit arbeiten, ist der selbstständige Aufbau eines 3D-Druckers. Dabei sollen die Azubis neue Technologien kennenlernen sowie berufs- und standortübergreifend zusammenarbeiten.

Um diesen sich verändernden Anforderungen in der Ausbildungspraxis gerecht zu werden, hat Schaeffler das Projekt „Ausbildung der Zukunft“ ins Leben gerufen. Die Ausbilder qualifizieren sich in modernen Lehrmethoden weiter. Darüber hinaus werden zukunftsorientierte Ausbildungsmittel eingeführt, wie beispielsweise das virtuelle Schweißgerät. Derzeit sind bei Schaeffler in Deutschland 70 und in Herzogenaurach 20 Ausbilder tätig, die sich auch in der Rolle als Lernbegleiter und Coach für die Auszubildenden sehen.

Daten und Fakten zur Ausbildung
Zum 20. Firmenjubiläum 1966 bildete Schaeffler in Deutschland rund 700 junge Menschen aus. Heute erlernen 1.500 Jugendliche an 21 Standorten einen der 20 gewerblich-technischen oder kaufmännischen Berufe oder absolvieren ein duales Studium. Weltweit durchlaufen circa 3.000 junge Menschen an 36 Standorten in 15 Ländern ihre Ausbildung bei Schaeffler. Allein in Herzogenaurach erhielten seit 1947 insgesamt mehr als 4.700 junge Menschen eine qualifizierte Berufsausbildung. Im Jahr 1955 betrug die Lehrlingsbeihilfe, wie die Ausbildungsvergütung damals hieß, im ersten Lehrjahr 57,50 Deutsche Mark. Im Jahr 1966 waren es bereits 107,06 Deutsche Mark. Heute verdient ein Azubi bei Schaeffler im ersten Lehrjahr je nach Bundesland rund 1.000 Euro.

Weiterbildung – auch in sozialer Kompetenz
Wer hohe Qualität und Einsatzbereitschaft fordert, muss auch fördern. Das ist der Grundsatz, der hinter dem vorbildlichen Aus- und Weiterbildungsprogramm von Schaeffler steht. Schaeffler bot und bietet seinen Azubis verschiedenste Kurse, Seminare und Studienfahrten an, die die Allgemeinbildung fördern. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen die Persönlichkeitsentwicklung seiner Nachwuchskräfte. So lernen die jungen Leute heute beispielsweise in einem extra konzipierten Knigge-Seminar wie man sich im Alltag richtig benimmt.

An erster Stelle steht aber die berufliche Fortbildung. Bereits 1967 fanden erste Kurse für Elektronik-Techniker statt, in denen sie den Umgang mit den ersten Computern lernen konnten. Weiterhin gab es Fremdsprachen- und Kurzschriftkurse für die kaufmännischen Azubis. Heute bietet die Schaeffler Academy ein breites Angebot an Standardqualifizierungen und maßgeschneiderten zielgruppenspezifischen Programmen für alle Mitarbeiter – vom Auszubildenden bis zum Top-Manager.

Berufsbilder früher und heute
In den Anfangsjahren bildete Schaeffler zunächst nur in Metallberufen aus. Schnell kamen weitere Berufsbilder hinzu, wie die Ausbildung zum Werkstoffprüfer oder zum Chemielaborant. Eine der größten Veränderungen hat sicherlich der Beruf zum Technischen Zeichner beziehungsweise Technischen Produktdesigner gebracht, wie der Beruf heute heißt: Ob Mechaniker, Maschinenschlosser oder Werkzeugmacher, alle brauchten sie für ihre Arbeit früher schon eine exakte technische Zeichnung. Diese fertigte der Technische Zeichner nach Entwürfen, Skizzen und Maßangaben des Konstrukteurs an, wobei er sich an die Normvorschriften halten musste. Früher geschah das am Zeichenbrett mit der Zeichenmaschine sowie vielen anderen Hilfsmitteln. Die Aufgabenstellung ist heute noch die gleiche. Allerdings setzt der Technische Produktdesigner die Vorgaben am Computer um. Er erstellt unter anderem 3D-CAD-Modelle und berücksichtigt dabei die Grundlagen der Steuerungs- und Elektrotechnik.

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